DIE ZUMUTUNG
DER LIEBE
Eine Hommage an Ingeborg Bachmann
VORSTELLUNG
30. September 2026
um 20 Uhr
im Kasemattentheater
ES LESEN
Rosalie Maes
Marc Limpach
SZENISCHE EINRICHTUNG
Liss Scholtes
Wer war Ingeborg Bachmann? Die Lesung nähert sich einer der bedeutendsten deutschsprachigen Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts nicht nur über ihre Biografie, sondern vor allem über ihre eigene Sprache. Gedichte, Briefe, Erzählungen, Interviews und weitere Zeugnisse ihres Lebens treten miteinander in Dialog und zeichnen das Porträt einer außergewöhnlichen Frau, die ihr Leben und ihr Schreiben untrennbar miteinander verbunden hat.
Im Mittelpunkt steht nicht der Mythos Ingeborg Bachmann, sondern der Mensch hinter den Texten: eine Frau von großer Sensibilität und geistiger Klarheit, deren Schreiben von Hoffnung, Verletzlichkeit und der Suche nach Freiheit und einer eigenen Sprache geprägt ist. Die Liebe ist dabei ein wichtiger Zugang zu ihrem Werk, aber nur einer von vielen. Auch ihre Freundschaften, die Auseinandersetzung mit ihrer Herkunft, ihre Reisen und ihr Ringen um ein selbstbestimmtes Leben spiegeln sich in ihren Texten und persönlichen Zeugnissen wider. Die Lesung versteht sich nicht als chronologische Biografie, sondern als eine Annäherung. Unterschiedliche Stimmen und Textformen treten miteinander in Dialog und eröffnen verschiedene Perspektiven auf eine Autorin, deren Werk weit über ihre Zeit hinausreicht. Zwischen Gedichten, Briefen, Prosatexten und Interviews entsteht das Bild einer Schriftstellerin, die zeitlebens nach einer Sprache suchte, um das auszudrücken, was sich oft nur schwer in Worte fassen lässt. Vielleicht ist es gerade diese Suche, die ihre Texte bis heute so berührend und gegenwärtig erscheinen lässt.
Dieser Abend versteht sich als Hommage an Ingeborg Bachmann, an ihre Sprache, ihren Blick auf die Welt und ihre unverwechselbare literarische Stimme.