DIE UNHEILIGE JOHANNA
VON ORLÉANS
von Rafael David Kohn
VORSTELLUNGEN
26. September 2026 um 20 Uhr
in Völklingen - FREISTIL FESTIVAL
9. und 10. Oktober 2026 um 20 Uhr
im Kasemattentheater
INSZENIERUNG
Sara Goerres
MIT
Brigitte Urhausen
BÜHNE
Jörg Brombacher
LICHTDESIGN
Andreas Schmidt
REGIEASSISTENZ
Béatrice Paquet
EINE PRODUKTION DES
Kasemattentheaters
TICKET:
Freistil Festival
Drei Jahre, nachdem Jeanne d’Arc auf dem Scheiterhaufen in Rouen verbrannt wurde, taucht bei Metz eine Frau auf, die ihr verblüffend ähnlich sieht. Einige Wochen später suchen die Brüder von Jeanne d’Arc die Frau auf und bestätigen, es sei ihre Schwester. Die Inquisition scheint die falsche Jeanne d’Arc hingerichtet zu haben.
Jeanne heiratet in Arlon den Ritter des Armoises und mischt sich in die Kurfürstenwahlen im Deutschen Reich ein. Bald sind mehrere Inquisitoren an ihr interessiert und wollen sie vernehmen. Jeanne des Armoises findet Zuflucht bei der Herzogin von Luxemburg und verbringt viel Zeit auf dem Bockfelsen, bis schließlich der französische König Karl IV. sie treffen möchte.
Die Figur der Jeanne des Armoises ist fast ebenso sagenhaft wie die tatsächliche Jeanne d’Arc. Ihr Leben ist abenteuerlich und voller Anekdoten.
Rafael Kohn untersucht anhand der historischen Figur gesellschaftliche Strukturen der Jetztzeit. Gesellschaftliche Machtstrukturen, Familienstrukturen und Genderstrukturen werden anhand der falschen Jeanne d’Arc hinterfragt. Fern vom Mythos der Heiligen Johanna von Orléans ist Claude des Armoises keine Jungfrau, sondern Mutter von zwei Kindern und Ehefrau des Ritters des Armoises. Trotz allem tritt sie in Männerkleidung auf, mischt sich in das politische Geschehen ihrer Zeit ein und kann als Vorreiterin der feministischen Bewegung verstanden werden. Sie konnte reiten und fechten und ließ ihre Kinder unter der Obhut ihres Mannes, während sie den Hochadel frequentierte, sich in politische Angelegenheiten mischte und durch Deutschland und Frankreich reiste.