Foto Meyersoriginals.de Der Mann mit den Messern

Der Mann mit den Messern

Vorführungstermine:

Freitag, den 28. und Samstag, den 29. September um 20 Uhr


von Heinrich Böll

mit Sabine Wolf und Philipp Sebastian
Regie Sandra Reitmayer
Bühne und Kostüme Silvie Naunheim
Dramaturgie Barbara Kastner
Regieassistenz Maira Inselmann, Liss Scholtes
Kostüm-/Bühnenassistenz Milena Gawlick

Eine Produktion des Theaters der Keller (Köln)
in Zusammenarbeit mit dem Kasemattentheater

 

„Kein Hofnarr ist jemals im Bett gestorben.
Seinen scharfen Witz musste er oft mit einem
ebensolchen Messer zwischen den Rippen bezahlen.“
Johannes Galli
Das einzige, was Jupp blieb vom Besitz seiner Eltern ist ein Dutzend Messer mit hölzernen Griffen. Auf diesen baut er seine Existenz auf und wird Messerwerfer – leider erstmal mit nur geringem Erfolg beim Publikum: Es fehlt die mutige Frau, die sich bewerfen lässt und seine Nummer durch die Gefahr für Leib und Leben attraktiv macht. Eine Schauspielerin und ein Schauspieler führen als tragikomisches Paar durch die Erzählung „Der Mann mit den Messern“. Sie bewegen sich zwischen Spiel und Ernst, Chef und Diener, Existenzangst und Nervenkitzel, zwischen „Darbietung“ und der Gefahr des Scheiterns ihres Unterhaltungsgeschäfts. „Der Mann mit den Messern“ ist eine Kurzgeschichte von Heinrich Böll,
die 1948 erschien und die der Kritiker Marcel Reich-Ranicki 2008 zu den literarisch bedeutendsten Werken des Nobel-preisträgers rechnete.

Die Regisseurin Sandra Reitmayer wurde 1985 in Nürnberg geboren. Zunächst assistierte sie an Roberto Ciullis Theater an der Ruhr in Mülheim, bevor sie ihr Regiestudium an der Folkwang Universität der Künste in Essen aufnahm. Ihre Abschlussinszenierung „Liliom“ von F. Molnár wurde mit dem „Folkwangpreis 2013“ ausgezeichnet. Seitdem arbeitet Reitmayer als freischaffende Regisseurin in NRW und im Ausland. Sie inszenierte in Shanghai mit deutschen und chinesischen Schauspielern „Der gute Mensch von Sezuan“ von B. Brecht und „Der Heiratsantrag“ von A. Tschechow mit palästinensischen Schauspielern in Ramallah. Mit „Der Mann mit den Messern“ inszenierte sie nach „Waisen“ von D. Kelly (ausgezeichnet mit dem Kölner Theaterpreis), „Ich wünsch mir eins“ von A. Mortazavi und zuletzt Max Frischs „Biografie: ein Spiel“ (nominiert für den Monica-Bleibtreu-Preis 2017) ihr viertes Stück am Theater der Keller, diesmal in Zusammenarbeit mit dem Kasemattentheater Luxemburg. Assistiert wird sie bei dieser Regiearbeit von Maira Inselmann und der Luxemburgerin Liss Scholtes.

Im Rahmen der Zusammenarbeit zwischen dem Theater der Keller und dem Kasemattentheater wird die Lesung „Der Fall Deltgen“ mit Ulrich Kuhlmann und Pol Belardi (Textauswahl Marc Limpach) am 25. September in Köln zu sehen sein.

Fotos Der Mann mit den Messern