"Adam & Eva"
nach Mark Twain mit einem Text von Fritz Kater
und Gedichten von William Blake
Es spielen Fabienne Elaine Hollwege und Germain Wagner
Die Eigenreich-Bühnenfassung verbindet Twain-Erzählungen mit einem Text
des Gegenwartdramatikers Fritz Kater und Gedichten von William Blake
(letztere in neuer Eigenreich-Vertonung) zu einem Stück über das erste
Liebespaar der Schöpfungsgeschichte und ihren Verwandlungen bis in
unsere unmittelbare Gegenwart.
"Montag. Dieses neue Geschöpf mit den langen Haaren ist mir sehr im
Wege. Es hängt sich immer an mich und läuft mir nach. Das liebe ich
nicht, ich bin nicht an Gesellschaft gewöhnt. Ich wünschte, es bliebe
bei den anderen Tieren."
So beginnt die Erzählung "Die Tagebücher von Adam und Eva" von Mark
Twain. Adams Ruhe im Paradies wird empfindlich durch Evas Ankunft
gestört, der berühmte Apfelbiss vertreibt beide aus Eden.
Als das Paradies weg war, haben die Menschen Liebe und Krieg erfahren,
Utopie und Apokalypse erfunden, zwei untrennbar miteinander verbundene
Seiten ein und derselben Medaille.
Adam und Eva waren das erste Menschen- und auch Liebespaar der
biblischen Schöpfungsgeschichte. Ihre Freude und ihr Leid, ihre
Sehnsucht und ihr Schmerz sind der Ur-Stoff aus dem auch unsere Freude,
unser Leid, unsere Sehnsucht und unser Schmerz sind. Die Dichter William
Blake, Mark Twain und Fritz Kater betrachten jeder zu seiner Zeit diese
sich ständig drehende Medaille und ergründen jeder auf sehr originäre
Art, die dem Menschen innewohnende Sehnsucht zu lieben und geliebt zu
werden.
Zum 100. Todestag von Mark Twain (1835-1910) gibt das Stück Gelegenheit,
den vielen vor allem als Klassiker des Jugendromans bekannten Autoren
von einer Seite kennenzulernen, die prägnant, witzig und philosophisch
ist und uns durch seine Modernität verblüfft.
Regie: Aureliusz Smigiel /Künstlerische Mitarbeit: Robert Wagner
/Musik: Markus Lilge /Bühne: Fernando Fergusson /Kostüme: Josefine
Lindner /Licht: Florian Guist /Dramaturgie: Sabine Westermaier
/Musikeinspielung: Matthias Krieg, Markus Lilge, Alexander Nieswand /
Bühnenfassung und Übersetzung: Smigiel, Wagner, Hollwege, Westermaier,
Wagner /Hospitanz: Eva Mekiffer /Produktion: Nathalie Ronvaux (Lux),
Verena Drosner (B) /
Herzlichen Dank an:
Antoś und Lucian, Claude Schockmel, Prof. Dr. Martin Supper (UNI.K.), pro Audio, Przemek Śmigiel, Wicki Kalaitzi, das Team Eigenreich und Zeljko Sestak (TNL).
Premiere
Donnerstag 28. Januar 2010
Weitere Vorstellungen:
30. Januar
3. 4. 5. 10. 11. 12. 23. 24. 25. 26. Februar 2010
im Kasemattentheaterum 20.00 Uhr
Weitere Vorstellungen im März
im Theater Eigenreich in Berlin