KULT.
von Falk RichterRegie Anne Simon
Bühne und Kostüme Anouk Schiltz
Dramaturgie Marc Limpach
Richter thematisiert den Mythos Liebe in einer Folge von Short Cuts aus legendären Leinwand-Liebesszenen: In rasendem Tempo wechseln die Figuren die Rollen und filmischen Charaktere, spielen mit diesem Repertoire an geliehenen Identitäten und switchen zwischen Genre und Wirklichkeit. Im dritten Teil von Richters Trilogie zappen sich Moderatoren wild und lustvoll durch eine Landschaft aus wechselnden Identitäten, reproduzieren Stereotypen einer Welt der unbegrenzten Möglichkeiten ... radikal, tabulos, zynisch, lustvoll, böse ... virtuell!
„Habe ich dir schon einmal meine Geschichte erzählt.
Sie handelt von mir, und kein Wort ist wahr, aber sie ist wunderschön.“
Die Geschichten, die die Figuren für sich erfinden sind keine erlebten Wirklichkeiten.
Aber sie sind dennoch wahr, da sie etwas Reales über den Erzähler aussagen.
Nur die eigenen Spielregeln zählen, Grenzen werden nicht mehr wahr genommen. Mehr Internet-Blog und „DSDS“ als „Big Brother“ und RealityTV. Dabei verliert sich die Sicherheit der Zuschauerquoten – irgend jemand wird sich schon reinklicken. Jeder (Schauspieler) kämpft um die Gunst des grösstmöglichen Publikums.
Die Schauspieler werden zum Stück das sie selbst verkaufen! Jeder Zuschauer entscheidet freiwillig, wohin gezapt oder geklickt wird. Kult ist ein Stück über die allgegenwärtige Selbstinszenierung. Wer in den fortgeschrittenen Wechselspielen Spielmacher, Vermittler oder „Opfer“ ist, lässt sich kaum noch sagen. Sowieso entscheidet ganz am Ende immer das Publikum!
Vorstellungen:
17. 19. 20. 24. 25. 26. März 2010
14. 15. 16. 21. 22. 23. April 2010
jeweils um 20.00 Uhr
im Kasemattentheater

Plakat für KULT. von Falk Richter foto und design Lex Weyer