Das grosse Fressen


Vom grosseN Fressen

gelesen von Colette Kieffer, Marc Limpach, Josiane Peiffer und Germain Wagner

Textauswahl: Marc Limpach

Licht und Technik: Loutsch Goncalves

am Donnerstag, 10. Juni 2010 im Kasemattentheater um 20.00 Uhr

 

Eine Produktion des Kasemattentheaters in deutscher und französischer Sprache

 

Mit Texten von Théophile Gautier, Franz Werfel, Carl Zuckmayer, Plato, Hermann Broch, Friedrich Dürrenmatt, Heinrich Heine, Montaigne, G.E. Lessing, Novalis, Joseph von Eichendorff, Jean Giono, Wilhelm Busch, Erich Kästner, Marguerite Duras, Joachim Ringelnatz, Eduard Mörike, Sarah Kirsch, Jean Cocteau, Theodor Fontane, Christian Morgenstern, Matthias Claudius, Günter Grass, Boris Vian, George Tabori, Bert Brecht, François Rabelais, Thomas Mann, Jean de la Fontaine, Robert

Gernhardt, Jean Rostand, Rainer Maria Rilke, Marcel Proust, Hans Magnus Enzensberger, Ernst Jandl u.a.


Ums Kochen, Essen, Speisen und Fressen, ums Trinken und Saufen geht es hier in alten und neuen Texten in deutscher und französischer Sprache, genießerisch aufbereitet als letzte Veranstaltung der Saison.

Das Dargebotene kann dabei nicht zuerst durch den Mund genossen werden, sondern vor allem durch Ohren und Nase. Wir hoffen auf Fantasie und Speichelreflex der Zuschauer und auf eine vielfältige Reizung der Sinne.

Von Entrée bis Dessert, vom antiken Weingelage bis zum Festmahl bei Heine in Paris oder den Buddenbrooks, von Rabelais zu Enzensberger: Diese Lesung für Fresser und Genießer breitet das gesamte Spektrum poetischer Lebens- und Sinnenfreude aus.

 

Die Weltliteratur ist aber nicht nur ein Ort voller sinnlicher Genüsse, die man mitschmecken und mitfühlen kann. Alles was hier aufgetischt wird, soll auch den Stoffwechsel zwischen lebendigem Kopf und gesundem Bauch anregen: ein kulinarisch-literarischer Ohrenschmaus!





 

PRESSESTIMMEN


 

"(...) eine Schauspielertruppe des Kasemattentheaters in Höchstform [breitete] in dieser letzten Veranstaltung der Saison das gesamte Spektrum poetischer Lebens- und Sinnenfreude vor einem absolut begeisterten Publikum aus. Frei nach dem Phädrus entlehnten Sprichwort „Variatio delectat – Abwechslung macht Freude“ hatte Marc Limpach ein wahrhaft lukullisch-oppulentes Literatur-Bacchanal zusammengestellt, wo gastronomisch-erotische Sinnenfreude mit exquisitem Kunstgenuss aufs Köstlichste verschmolzen. In den vielfältigsten Texten aus der Literatur mehrerer Jahrhunderte spannte sich der Bogen zwischen körperlicher Sinnlichkeit und lebensphilosophischer Besinnlichkeit mit ungemeiner Raffinesse, der genussvolle Akt des Essens und dessen vorfreudig lustvolle Zubereitung wurde von den Schauspielern, die sich auf der Bühne nebenher mit professioneller Grandezza als Koch betätigten, regelrecht als hehr-sublimes Kunstwerk genießerisch zelebriert, während den Zuschauern kleine Kostproben der leckeren Speisen gereicht wurden. (...) – ein Hohelied (...) auf eine Pflege der Esskultur in Zeiten eines fantasielosen und rein kommerziellen Fast- bzw. Convenience-Food!"


 

Jeff Baden, Luxemburger Wort, 12. Juni 2010