Lesung Tucholsky und Kafka

Wiederaufnahme am 3. Dezember um 20 Uhr


TUCHO und K


Briefe von Kurt Tucholsky
und Franz Kafka

gelesen von Marc Limpach und Germain Wagner
Musik Judith Lecuit

am 18. Februar 2009 um 20 Uhr  --AUSVERKAUFT--
im Kasemattentheater


Eine Koproduktion des Kasemattentheaters und der Kulturfabrik Esch


„Kafka. Ganz großer Mann. Ich habe ihn noch gekannt - aus Berlin und Prag. Ein großer Dichter.“ schreibt Kurt Tucholsky 1930. Tucholsky gehört zu den ersten Literaturkritikern, die Kafkas Schriften würdigen. Als Kafkas Erzählung „In der Strafkolonie“ 1919 erscheint, nennt er sie in der Weltbühne eine „Meisterleistung”. Bereits nach einer frühen Begegnung in Prag am 30. September 1911 notiert Kafka in seinem Tagebuch über Tucholsky: „…ein ganz einheitlicher Mensch von 21 Jahren. Vom gemäßigten und starken Schwingen des Spazierstocks (…) angefangen bis zum überlegten Vergnügen und Mißachten seiner eigenen schriftstellerischen Arbeiten.“ Im nächsten Absatz meint Kafka gar: „Gestern abend auf dem Nachhauseweg hätte ich mich als Zuschauer mit Tucholski verwechseln können.”

Franz Kafka (1883-1924) und Kurt Tucholsky (1890-1935), zwei studierte Juristen, jüdische Schriftsteller deutscher Sprache deren Werke unterschiedlicher nicht sein könnten: Einerseits der Satiriker, Kabarettautor, Liedtexter, Romanautor, Lyriker und Gesellschaftskritiker und andererseits der große einsame Schmerzensmann der literarischen Moderne. Beide sind jedoch auch begnadete, schonungslos offene und sehr eifrige Briefeschreiber. So meint der Nobelpreisträger Elias Canetti über die Briefe Kafkas an seine Verlobte Felice Bauer: „Ich habe diese Briefe mit einer Ergriffenheit gelesen, wie ich sie seit Jahren bei keinem literarischen Werk erlebt habe.“

In dieser Lesung hört man die unverstellten und authentischen Stimmen von zwei großen deutschen Schriftstellern: ihre Briefe sind bewegende Zeugnisse von großer Schönheit und Dichte, in denen sich eine literarische, geschichtliche und vor allem seelische Situation ausdrückt, die uns durch ihre Unmittelbarkeit so nah wird, als wäre sie unsere eigene. Was Kafka und Tucholsky in ihren Briefen über Leben, Liebe, Tod, Identität, Einsamkeit und Literatur schreiben, gehört zum Bewegensten und Schönsten was je in deutscher Sprache geschrieben wurde!







PRESSESPIEGEL: „TUCHO und K“



„Diese, in ihrer Art einmaligen Texte auf eine schauspielerisch überaus engagierte, ebenso einfühlsame wie ausdrucksstarke und sprachlich hochgradig differenzierte Art eindrucksvoll zu vermitteln, war das Verdienst von Marc Limpach und Germain Wagner in Begleitung von Judith Lecuit (Cello) - ein menschlich zutiefst bewegender Abend.“
      
Jeff Baden, Luxemburger Wort, 21. Februar 2009




„Ein erlesener Abend mit erhabener Musik!“  -        
Emile Hengen, Tageblatt, 22. Oktober 2008