Plakat Krieger im Gelee
Claudius Lünstedt

Krieger im Gelee


Eigenreichproduktion N° 19
in Koproduktion mit dem
Kasemattentheater Luxemburg

Der Text erzählt die Geschichte von vier Menschen und deren Lebensentwürfen, zentriert um ein Ereignis: den Gewaltübergriff auf einen Heranwachsenden.
„Krieger im Gelee“ sind die dunklen Einflüsterer in den Gehirnwindungen, die man besser nicht zu laut werden lassen möchte, die aber letztlich durchbrechen, wenn der Mensch sich verliert.
Wie Dominosteine fallen, so schubst eine Handlung die nächste an. Die Tat an sich mag glimpflich ausgegangen sein, ihre Protagonisten nehmen dennoch Schaden: jeder auf seine Art und Weise.
In einer spannenden Dramaturgie, die an Filme wie „Short Cuts“ oder „Magnolia“ erinnert, verwebt der Autor die Figuren und Ereignisse miteinander, lässt dabei aber nur drei der vier Figuren ihre Blickwinkel auf das Geschehen erzählen. Und so ändert sich für den Zuschauer permanent die Geschichte selbst: je mehr Details er erfährt, desto näher rückt er den Figuren und begreift deren Komplexität als einzelne Handelnde im Gesamtzusammenhang.
Ein Stück Krimi, ein Stück sehr heutiger Tragödie über die Einsamkeit, über den Verlust von Lebensstrukturen und ein Versuch, das Leben ansatzweise zu verstehen.
„Krieger im Gelee“ ist das jüngste Stück von Claudius Lünstedt (Jahrgang 1973), dessen Stücke seit 2003 im deutschsprachigen Theater gespielt werden. Seit 2006 ist Claudius Lünstedt Mitglied des Eigenreichs.

FOTOS der Aufführung in Berlin

Für weitere Informationen und Presseberichte:

www.eigenreich-berlin.de

Es spielen
Stephan Baumecker, Wicki Kalaitzi und Paul Schröder

Regie: Aureliusz Smigiel
Ausstattung: Bianca Karaula
Projektion: Martin Eidenberger
Musik: Matthias Krieg
Licht: Florian Guist
Produktion: Verena Drosner

weitere Vorstellungen:
am 20. 21. 28. 29. und 30. April 2009
um 20.00 Uhr
im Kasemattentheater











PRESSESPIEGEL: „Krieger im Gelee“



“(...) exzellente Schauspieler unter der Leitung ei¬nes hervorragenden Regisseurs. Ein wahrer Glücksgriff für das Kasemattentheater: Krieger im Gelee sticht aus den gängigen Kleinbühnen-Inszenierungen hierzulande angenehm hervor. Wer Talent und Können in einer schnörkellosen schauspielerischen Darstellung sucht, sollte diese drei Profis auf einer Luxemburger Bühne nicht verpassen: Stephan Baumecker, Wicki Kalaitzi und Paul Schröder. Letzter, noch mit einem Fuß in der Schauspielschule, ist wahrlich eine Entdeckung. Stichwort „Entdeckung“: Genau solche, eben (angenehme) Entdeckun¬gen junger deutschsprachiger Autoren, Regisseure, Künstler und Schauspieler erhofft man sich von einer traditionsreichen Einrichtung wie dem Kasemattentheater. Sich mit so umtriebenen Künstlergruppen wie jenen des Berliner Eigenreich in Koproduktionen zu verbrüdern, ist ein cleverer Zug des künstlerischen Leiters Germain Wagner. Dass man eine kleine Bühne wie das Kasemattentheater (fast) ohne Bühnenbild, ohne altbewährte Autorennamen mit der ganzen faszinierenden Kraft einer guten Inszenierung füllen kann, ist nun bewiesen.”             

Anne Schroeder, d'Lëtzebuerger Land, 3. April 2009



„Regisseur Aureliusz Smigiel findet für das auf den ersten Blick wie innermonologische Prosa anmutende Drama, das ohne Begegnungen und Dialoge auskommt, verblüffende szenische Lösungen. (...) Smigiel begegnet allen drei Figuren mit unvoreingenommenem Verständnis für ihre jeweils verkorksten Innenwelten. Dafür hat er mit Paul Schröder (Mervin), Stephan Baumecker (Martin) und Wicki Kalaitzi (Katrin) drei wandlungsfähige Schauspieler an der Hand. Sie wissen sich Lünstedts Sprache zu eigen zu machen, zerlegen die mäandernden Sätze an den Bruchstellen und füllen sie mit differenzierten Tonlagen.“
Anne Peter, die tageszeitung, 28. Februar 2009

„ein spitzfindiges Gedankenspiel (...)”        

Doris Meierhenrich, Berliner Zeitung, 4. März 2009



„Musik, Video, Tanz begleiten Aureliusz Smigiels spielintensive Inszenierung zwischen Psychodrama und Krimi, die von der fast unheimlichen Präsenz ihrer drei Protagonisten lebt. Paul Schröders Mervin tänzelt hingegeben und gestisch brillant von Depression zu Wutanfall, Stephan Baumeckers Martin dreht subtil durch, Wicki Kalaitzis Katrin palavert sich um Kopf und Selbstvertrauen.“               

Volkmar Draeger, Neues Deutschland, 5. März 2009